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Faschingskonzert in der Evangelischen Kirche Oberstdorf 2012
Wenn den Organisten der Schalk im Nacken sitzt

Andrea Kumpe und Christian Kohler bieten an der Orgel Spaß der besonderen Art

So bekommt man die "Königin der Instrumente" selten zu Gehör. In der evangelischen Christuskirche in Oberstdorf darf sich die Orgel passend zur fünften Jahreszeit von ihrer heiteren Seite zeigen. Mit viel Einfallsreichtum und herrlich verschmitztem Charme lassen Andrea Kumpe und Christian Kohler jenseits der sakralen Musik einen frischen Wind durch die Pfeifen blasen.
Ganz im Zeichen der Fasnacht darf auch einmal im Gotteshaus geschmunzelt, gelacht, geschnipst und geschunkelt werden. Es stehen wieder Orgelkapriolen auf dem Programm und das heißt kurz: Nichts ist so, wie es erwartet wird. Das wird schon in den ersten Takten deutlich. Zu Julis Fucik "Einzug der Gladiatoren" kommen sofort Assoziationen an eine Zirkusmanege auf; mit vier Händen und vier Füßen lässt das Duo Kumpe/Kohler das arme, gehetzte weiße Kaninchen aus "Alice im Wunderland" über die Felder hoppeln ("Scherzo for the White Rabbit", Nigel Ogden) und zu den Klängen der Filmmusik zu "Star Trek II - The Wrath of Khan" (Courage/Horner) meint man beinahe, die Enterprise sei soeben mit Warpgeschwindigkeit vorbeigeflogen.
Doch dass ein Organist definitiv mehr als Kirchenmusik in petto hat, wird nicht nur bei Andrew Wrights "Spaziergang durch des Organisten Notenschrank" deutlich. Schonungslos vergreifen sich die beiden brillanten Musiker an großen Orgelwerken, würzen diese ordentlich mit modernder Stilistik sowie ein wenig Ragtime und heruas kommt nach dem Motto "Toccata goes Jazz" eine erfrischende neue Version von Bachs Toccata in d-moll (BWV 565). Kreativität stellen Kumpe und Kohler in Händels "Largo aus der Oper Xerxes" unter Beweis, die sie werkgetreu in der Urfassung für Alarmanlage und Orgel interpretieren, und als die berühmten Strauss-Klänge "An der schönen blauen Donau" erklingen, ist das Motto: "Alles Walzer". Freudig schunkeln die gut besetzten Kirchenbankreihen im Dreivierteltakt mit.
Bei aller Ausgelassenheit: Husten ist im Kirchenraum jedoch streng untersagt. Dieses wird nämlich bei Leon Boellmanns "Prière a Notre-Dame" bedeutungsvoll von Christian Kohler mit dem Zauberstab dirigiert und passend zur Melodie die Einwürfe gegeben. Nebenbei legt er auch schauspielerisches Talent an den Tag, wenn er ausgestattet mit geblümter Schürze und riesigem Staubwedel zur "Sounata all'Offertorio (Vincenzo Petrali) im Kirchenschiff Klarschiff macht und dabei von einem nervigen Insekt verfolgt wird.
Kumpe und Kohler haben sich schon des öfteren als Garant für einen musikalischen Spaß der besonderen Art erwiesen, und spätestens bei ihren abschließenden Improvisationen nach Publikumsvorgaben wird klar, dass hier zwei Meister des Orgelspiels mit jeder Menge Spielfreude und noch mehr Schalk im Nacken an den royalen tasten sitzen. (beb)

Allgäuer Anzeigenblatt
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Orgel und Stummfilm in der Ev. Christuskirche Oberstdorf:
„Die Passion der Jeanne d’Arc“
Die Meister des Psychoterrors und ihr Opfer


Die suggestive Kraft der Bilder wird an diesem Abend noch durch die Musik gesteigert. Sie wird live gespielt – von Christian Kohler auf der Orgel. Zu diesem Zweck findet die Vorführung nicht in einem Kinosaal, sondern in der evangelischen Christuskirche statt. Vor dem Altarraum erhebt sich eine riesige Leinwand, die Lüster sind zur Seite geschwenkt, um den Besuchern einen ungehinderten Blick auf die vorüberziehenden Schwarz-Weiß-Bilder zu gewähren. Monoton rattert auf der Orgelempore der Projektor. Doch sein Geräusch verdrängt der Hörer oft – dank der atemberaubenden Improvisationskunst des aus Dietmannsried stammenden Organisten. Mit der Raffinesse eines Musikdramatikers zieht er die Schraube der Spannung immer weiter an, um dann in langen Nachspielen die Wogen der Erregung langsam abebben zu lassen.
Am Ende gebührt ihm das Verdienst, ein stummes filmisches Meisterwerk mit prallem neuem musikalischen Leben erfüllt zu haben. Große Tonkunst für große Kinokunst.

Allgäuer Anzeigenblatt, 19. Januar 2011
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Faschingskonzert in St. Nikolaus, Immenstadt
Eine kapriziöse Königin auf glattem Tanzparkett
Drei jungen Tastenlöwen gelingt ein musikalischer Spaß

… Jüngst gelang es Christian Kohler und seinem Freund Max Pöllner nunmehr schon zum zweiten Mal, die in ein barockes Gewand gekleidete, ehrwürdige, in der Immenstädter Pfarrkirche St. Nikolaus residierende Königin der Instrumente - den sittsamen Pfad der Kirchenmusik verlassend zu erstaunlichen musikalischen Luftsprüngen zu überreden.
Da konnte doch Christian Kohler die königliche Dame mit dem ins Blut gehenden „Fun Time Rag“ aufs glatte Tanzparkett locken und Max Pöllner amüsierte sie nicht nur bei dem „And(t)ante“ und dem folgenden „Anonkel“ aus der Suite für Trompetenuhr vom bis dato unbekannten Tonsetzer Vinzenz Plagiavsky.
Auch Königinnen lieben es, einmal überrascht zu werden. Diesem royalen Wunsch kamen Christian Kohler und Max Pöllner gern nach und offerierten eine sechsätzige „Suite improvisée“, die nach etlichen Liedzitaten (nach Publikumswünschen) schließlich von einer furiosen Frère-Jacques-Toccata, gefolgt von einer „grotesken“ Fuge gekrönt wurde. In der Suite kam nun auch Andrea Kumpe ins (Manual-)Spiel. Sie ließ sich von den Herren zum Mitspielen überreden, dämpfte den Faschingsübermut der jungen Künstler und verlieh bei Lefébures-Welys „Boléro de Concert“ dem ausgelassenen Programm durchaus seriösen Charakter.
Ein kunstvoll verpacktes Zitatenfeuerwerk von Bachs bekannter Toccata und Fuge d-Moll (BWV 565) bis zu der Widor-Toccata gab den Musikfreunden Rätsel auf oder ließ sie die Melodien erkennen.
Kurzum: Nach Stundenfrist endete in St. Nikolaus ein außergewöhnlicher musikalischer Spaß, veranstaltet von drei jungen Tastenlöwen, die die kapriziöse Königin der Instrumente souverän beherrschten. Bravo!

Allgäuer Zeitung, 5. Februar 2010
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Konzert mit dem Gospelchor Bad Grönenbach
Gospels in der Scheune

… Dass Kohler dem Grönenbacher Ensemble neue Ausdruckskraft verschafft, ist nicht zu überhören. Der dreißigjährige Musiker arbeitet mit dem Chor hart an Stimmbildung, exakter Artikulation und Atemtechnik. Er stellt hohe Ansprüche bezüglich Einsatzgenauigkeit, Tempi und Dynamik. Seine Geste ist unmissverständlich die des Chefs, auch wenn sein Jungencharme für eine lockere Atmosphäre und - besonders bei der Einsatzpanne des Abends - für Heiterkeit bei Sängern und Publikum sorgte. ...

Memminger Zeitung, 8. August 2009
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Theaterkästle Altusried: Die Chorprobe
Wenn der Dirigent zum Diktator wird

… Unter der Regie von Hildegard Schwab-Heichele und der musikalischen Leitung von Christian Kohler, der auch als Pianist auftrat, wurde daraus ein vergnüglicher, mit viel Witz, Leidenschaft, Komik, Gaudi und gesanglicher Kompetenz gestalteter Theaterabend. … Das vorzügliche Pianospiel von Christian Kohler, der schöne Chorgesang der Mitglieder der Chorgemeinschaft Altusried, lustige Arrangements (etwa das Kinderlieder-Medley) und viele andere Einfälle erfreuten das Publikum. Fazit: Diese "Chorprobe" ist beschwingt, kurzweilig und animiert unweigerlich zum Lachen.

Allgäuer Zeitung, 24. Februar 2009
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Faschingskonzert in St. Nikolaus, Immenstadt
Wenn Vögel fröhlich im Kirchenraum zwitschern
Christian Kohler und Max Pöllner bieten einen musikalischen Spaß mit hoher Tastenkunst

Verrückte Puppen tanzen im Kirchenschiff, ein Prosit wird ausgerufen, Allegro mit Tomate serviert und Vögel zwitschern fröhlich in St. Nikolaus. Doch keine Angst, das Gotteshaus wird nicht geschändet, die Königin der Instrumente nicht despektierlich behandelt, als Christian Kohler und Max Pöllner den Sakralraum mit etwas anderen Tönen erfüllen. Die Orgel hat, das darf in diesen Zeiten schließlich sein, kurz die Narrenkappe aufgesetzt und freut sich, dass frische Klänge durch die Pfeifen jagen. Und das gut bestückte Auditorium hat sich bald hineingehört in einen musikalischen Spaß der ganz besonderen Art: "Orgelkapriolen zur Faschingszeit" in Immenstadt.
Was Organisten, so hört man unter vorgehaltener Hand, allenfalls unter geflissentlichem Ausschluss der Öffentlichkeit in drögen Übestunden auf die Pedale legen, wird hier zum Konzert erhoben. Ganz seriös, denn Noten von Franz Lehrndorfer, einem der Stars der Organistenriege, liegen auf dem Pult, auch wenn, oder gerade weil, der die Bayernhymne zu wunderbaren Variationen verarbeitet hat. Und wüsste man als weiß-blauer Staatsbürger nicht um deren Bedeutung, ginge diese Interpretation glatt als Bestandteil der Musica Sacra durch. Und die den Briten heilige Hymne hat schließlich reichlich Feierliches zu bieten.
Die Variation an sich ist gerade für die Orgel alles andere als eine närrische Idee. Nahezu alle großen Komponisten haben ihr im freien Spiel gefrönt, sie in anerkannte Tonsetzungen gefasst. Pöllner und Kohler können sich als herausragende Talente der jungen Organistengeneration eindrucksvoll profilieren: Ihre Variationen, deren Themen teilweise sogar aus den Wünschen der Besucher spontan gewonnen wurden, zeugen von spieltechnischer Erhabenheit und wahrhaft kreativer Gestaltungskraft. Was launig-locker-leicht erklingt, ist hohe Tastenkunst, zeugt von einer durchaus werkgerechten Interpretation und vielfarbigen Registrierungen. Der Spaß hat eine fürwahr ernsthafte Grundlage - und wird damit zu einem wirklichen Vergnügen. Das Spiel mit Farben, der wilde Ritt durch Versatzstücke, der prickelnde Mix aus Hits der Klassik, steht für eine Riesenarbeit der beiden Organisten, puzzle-gleich launige Klanggemälde anzumischen und sie in einen heiteren Rahmen zu packen.
Da muss selbst der Faschingsmuffel grinsen, wie alle fröhlichen Christenmenschen. Prädikat: "Sehr zu empfehlen!"

Allgäuer Zeitung, 19. Februar 2009
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Improvisationskonzert in St. Martin, Obergünzburg

... und schon wieder gab es ein hochkarätiges Orgelkonzert auf der wunderbaren Hindelang-Orgel zu hören. Neben romantischer und moderner Orgelliteratur ... nahm vor allem die freie Improvisation einen breiten Raum ein. Die Orgel strahlte gerade in der ein abgestuften Registrierung eine Wärme und Klangschönheit aus, wie selten zuvor gehört.

Von Christian Kohler selbst stammte die Improvisation "Das Cabinet des Prof. Bohumil Geist - Eine Stummfilm-Phantasie in 5 Bildern". Wieder gelangen durch Registerwahl und Art des Vortrages völlig neue Klangerlebnisse. Während der 1. Satz ("Incarnation") mit dramatischen Steigerungen aufwartete, bestimmten sphärisch-schwebende Klänge den 2. Satz ("Stille Nacht"). Im 3. Satz ("Valse triste") erschien die Orgel wie ein kleines Orchester, bei dem verschiedene Solisten die Melodie übernehmen. Ein markanter Schwerpunkt lud zum Walzer ein. Geradezu beklemmende Stimmung verbreitete Satz 4 ("Fegefeuer"), der mit einem auffallend harmlosen "Wer nur den lieben Gott lässt walten" eingeleitet wurde, wie wenn Engel ihre Harfen streicheln. Doch dramatisch steigerten sich die Klänge, durch angestochene Wiederholungen erzeugte der glänzend aufgelegte Organist ein bizarres Flimmern der Akkorde - dem Fegefeuer gleich.

Mitten im Programm stand die freie Improvisation Kohlers über Themen, welche die Zuhörer zu Beginn des Konzertes aufschreiben durften. Es war schon fast unheimlich, wie sich Kohler so spontan auf so kontroverse Themen einstellen konnte und aus dem Stegreif klangvolle und inspirierte Interpretationen erfand. … Die Begeisterung über die hohe Spielkultur entlud sich am Ende in lange anhaltendem Applaus.
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Geschichte mit Orgelmusik in der Auferstehungskirche Pfronten
Die Arche
Bibelwoche: Anschauliches und Interessantes
in der Auferstehungskirche und im Pfarrheim

... In der evangelischen Auferstehungskirche erlebten etwa 30 Kinder mitsamt Müttern und Großmüttern die Geschichte der Arche. Helga Greier aus Kempten und der Kirchenmusiker Christian Kohler aus Schrattenbach trugen sie anschaulich vor. Greier bezog in die phantasievolle Nacherzählung der biblischen Geschichte auch die Kinder ein, die zum Beispiel Tiergeräusche nachahmten. Kohler improvisierte dazu an der Orgel und schuf eine lebendige Stimmung, die die Erzählung unterstützte, aber auch immer wieder darüber hinaus wies. ...

Allgäuer Zeitung, 20. Februar 2008
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Faschingskonzert in der Basilika St. Lorenz, Kempten
Drei Profis lassen Orgeln tanzen
Humorvolle Musik in der Basilika

Was einst als Geheimtipp begann - die von Harald Geerkens gegründete Reihe der Faschingskonzerte in der Basilika St. Lorenz - steht heute voll in der Gunst des Publikums. Sonntagnachmittag füllte sich wieder der Kirchenraum mit Besuchern, die die heiteren Seiten der Orgel erleben wollten, "simultan und sukzessiv" dargeboten von einem Trio junger Organisten.
Alexander Huhn (Würzburg), Christian Kohler (Schrattenbach) und Max Pöllner (Wien) würfelten U- und E-Musik gut aufgelegt und virtuos durcheinander, so dass die Zuhörer an den humorvollen Zitaten, Imitationen und Parodien ihre helle Freude haben konnten.
Die drei Orgel-Profis nahmen es spielerisch, was ihr Instrument an unvergleichlicher Geräuscherzeugung hergibt: In orchestraler Dimension, mit Paukenwirbeln unterlegt, erhob sich das Fanfarenthema aus "Also sprach Zarathustra" (Richard Strauss), dessen Pathos durch die Erkennungsmelodie der "Muppet Show" konterkariert wurde.
Ehrwürdige Meister, die einem musikalischen Spaß nicht abgeneigt waren wie Bach, Mozart oder Soler, wurden an der Hauptorgel und den beiden Chororgeln in einmal etwas anderen Klangfarben zitiert, wobei sich zu Mozarts Hornkonzert Franz Kiechle als Solist gesellte. Ein heiteres Ratespiel mit Fundstücken vom Kleinkinderlied bis zu Beethovens Fünfter bot "das geklauteste Stück aller Zeiten". An Mozarts Werke für eine Orgeluhr lehnte sich ein Komponist mit dem verdächtigen Namen Plagiavsky mit "Stücken für Trompetenuhr" an, in denen es sogar "un poco tolpaggiamente" und "molto penetrante" zuging.
Die drei Interpreten ließen die Orgel tanzen - im Walzertakt (Johann Strauß) und im Salsa-Rhythmus (Bach-Thema). Höhepunkt des inspirierten Teamworks waren die "Sinfonischen Skizzen über gegebene Themen", um die vor dem Konzert gebeten worden war. auch hier tummelten sich Ernst und Unterhaltung, wurde zu einer reizvollen Suite verbunden und mündeten in ein gewaltiges Orgel-Furioso. Die Drei spielten sich so in Fahrt, dass sie mit kurzweiligen Zugaben kaum zu bremsen waren. Die Hl. Hildegard schien dem humorvollen Spiel ihren Segen zu geben, als die letzten Sonnenstrahlen, wie ausgemessen, ihr Medaillon am Chor aufleuchten ließen.

Allgäuer Zeitung, 05. Februar 2008
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Konzert mit Alphorn und Orgel in Wuchzenhofen
Alphorn überrascht alle

… Christian Kohler brachte die eigens für diesen Zweck von Orgelbaumeister Martin Gegenbauer (Leutkirch) aufgestellte Truhenorgel zum Klingen und improvisierte darauf ein Stück im Stil der süddeutschen Pastoralmusik. … Einfühlsam begleitet wurde er von Christian Kohler, der den spätromantischen Farbenreichtum der 1915 erbauten Späth-Orgel auskostete und sich als Meister der Improvisation zeigte. Kraftvoll, virtuos und einfallsreich variierte er das Lied "O Heiland, reiß die Himmel auf" und ließ die Melodie in ganz neuen Facetten erstrahlen. Dabei verschmolz er gekonnt und gehörfällig traditionelle Harmonik, Jazz und gemäßigte Moderne.
... beschloss das Duo den Nachmittag mit einer gemeinsamen Improvisation: Zu Kohlers prächtiger Orgel-Toccata über "Tochter Sion" mischte Wandinger feine Rhythmen mit dem Tambourin. Für ihr erfrischend unkonventionelles Programm wurden die Musiker denn auch mit großem Beifall belohnt. ...

Schwäbische Zeitung, 21. Dezember 2007
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Lesung in St. Blasius, Dietmannsried 2007
Wärmend, stärkend

… Die Musik von Hartmann und Kohler, einfühlsam und nuanciert vorgetragen, fügte sich wunderbar in die Thematik des Abends. … Ein Abend, der den Geist stärkte und das Herz erwärmte.

Allgäuer Zeitung, 28. September 2007
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Orgelführung für Kinder St. Thaddäus, Augsburg
Auf Endeckungstour
Centerville-Schüler erforschen Kirche

… Christian Kohler kennt seine Orgel so gut wie die Hausfrau ihren Küchenschrank. Kein Wunder also, dass der Kirchenmusiker die Kinder in die Geheimnisse des Instrumentes einweihen und noch so verzwickte Fragen beantworten konnte. Nach dem Wissens-Parcours des vom Freistaat unterstützen und geförderten Pilotprojektes „Drittklässler und Denkmale“ haben die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3a und 3b der Centerville-Schule jetzt ihre 70 Jahre alte Stadtpfarrkirche als Baudenkmal und Gesamtkunstwerk erforscht. … Wie ist eigentlich eine Orgelpfeife aufgebaut? Wie bringt man sie zum Klingen? Und wie sieht die Königin der Instrumente in ihrem Inneren aus? Christian Kohler verstand es, die wissbegierigen Schüler zur Orgel und zur Kirchenmusik hinzuführen. …
Augsburger Zeitung, 8. Juli 2007
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Stummfilm "Die Passion der Jeanne d'Arc" in St. Anton, Kempten
Unerhörte Spannung

Man muss schon einen starken Glauben haben, um die Erinnerung an diese dunkelste Phase kirchlicher Verirrung ohne heftigstes seelisches Bauchgrimmen auszuhalten. Noch dazu, wenn so ein Hexenprozess als expressiver Stummfilm in einer katholischen Kirche mit stimmungsverstärkender Orgelimprovisation gezeigt wird. … Christian Kohler unterlegt die holzschnittartig-altersfaltigen, listig-verschlagenen, großmäulig auftrumpfenden und gnadenlos verdammenden Männergrimassen mit drohendem Orgelgrundton, fügt ein, zwei dissonante Faltentöne hinzu, lässt den Missklang anschwellen - den zuschauenden Hörer überläuft's eisig. …
Allgäuer Zeitung, 24. April 2007
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Orgelkonzert in St. Ulrich und Afra, Augsburg
Musik wider den Ernst
Duo spielt ungewöhnliche Orgelmusik in der Basilika

(skn). Mit jugendlichem Übermut improvisierten die Organisten Christian Kohler und Max Pöllner. "30 Minuten Musik" in der Ulrichsbasilika waren so eine ungewöhnlich frische, konzertante Demonstration.
Ausgerechnet das allseits bekannte Lied vom Bi-Ba-Butzemann hatten sich die beiden für ihre Eingangsimprovisation ausgesucht. Als gründlich verstandenes "Concierto" im harmonischen Wettstreit alternierend, unterwarfen sie die schlichte Melodie souverän und traditionell gestalteten Spontan-Variationen. Auf der wie aus weiter Ferne tönenden Truhenorgel punktete der 27-jährige Christian Kohler mit einer ruhigen Moll-Version oder zierlichen Spieldosenvariante; am Hauptinstrument füllte der erst 19-jährige Max Pöllner in seiner fulminanten Schlußfuge und -stretta das Kirchengewölbe mit gewaltigen Klängen.
Ähnliche Kreativität sprudelte auch, nachdem Kohler mit der "Pavane" aus der "California Wine Suite" (1991) von Hans Uwe Hielscher (*1945) ein Loblied für den gehaltvollen Chardonnay "georgelt" hatte. Zuvor allerdings hatte sich das - im besten Sinne - witzige Duo zur vierhändigen Orgelversion von Mozarts "Andante mit fünf Variationen" G-Dur KV 501 formiert, das mit überzeugender Natürlichkeit dargeboten wurde.
Mit freudigem Tosen intonierte und variierte Kohler in seiner Stegreif-"Intrada ma non troppo" die Feiertagsmelodie "Freu dich, du Himmelskönigin". Diese formte er augenzwinkernd zu einem stilechten "Andante di Blues". Auch sein alternierend musizierender Orgelkollege Max Pöllner kleidete die Anbetungsweise auf derselben Orgel in fantasievoll angekündigte Ad-hoc-Wandlungen: Mal zum flockigen Scherzo, mal zum "Trio al dente" aufgelockert, mal - nach Olivier Messiaen - "Sine nomine (Misterioso)" verdunkelt und im Finale mit sämtlichen Registern als ohrenbetäubende "Toccata furiosa" endend.

Augsburger Allgemeine, 19. August 2006
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Faschingskonzert in St. Blasius, Dietmannsried
Variantenreich und klangvoll

... Welche Klänge Kohler hier der Orgel entlockte, war faszinierend. … Mit Abe Holzmann endete das beeindruckende Konzert in der vollbesetzten Pfarrkirche in Dietmannsried. Die begeisterten Zuhörer applaudierten frenetisch und ließen den Organisten natürlich nicht ohne Zugaben gehen. ...

Allgäuer Zeitung, 09. Februar 2005
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Orgelkonzert in St. Vitus, Frickenhausen
Himmel swingt mit
Junger Organist spielte auf Sandtner-Orgel in Frickenhausen

... Christian Kohler aus Schrattenbach, der mit einem höchst unkonventionellen Konzert und Programm überraschte. Nach einleitenden romantischen Spielstücken, die Fröhliches in sich bargen, von Aiblinger und Grünberger, alles auf die relativ kleine Orgel zugeschnitten, wurde es schmissiger. … So konnte man sich genussvoll einem Programm hingeben, das mehr und mehr ins Swingen kam. Bei Michael Schütz und Johannes Matthias Michel wurden sogar Salsa und Ragtime-Töne angeschlagen, und es stand den Kirchenliedern nicht schlecht, auch in solchen Rhythmen daherzukommen. ... Herzlicher Beifall erzwang nochmals den Salsa über das Weihnachtslied "Ich steh an deiner Krippen hier", so dass man das weihnachtliche Geburtsgeschehen einmal ganz anders betrachten konnte. Man schritt beschwingt von dannen, Frickenhausen war wieder einmal einen musikalischen Nachmittagsausflug wert.

Memminger Zeitung, 08. Januar 2005
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Lesung mit Helga Greier in Marktoberdorf
Mit Schnupfen-Versen
Kurzweiliger, tiefer Blick in das Universum Morgensterns

… Und immer wieder verband Christian Kohler die Gedichtgruppen mit einfühlsamen Improvisationen über bekannte Jazz-Motive. Inspiriert von Vortrag und Inhalt der Gedichte gelang ihm jedes Mal ein absolut überzeugender Nachklang, mal munter-frech, mal träumerisch, auch mal versonnen mit einem Schatten Schwermut. ... Das ganze derart kurzweilig, dass das Publikum gegen allen Brauch bei Lyrikprogrammen auf eine Zugabe bestand - und belohnt wurde.
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Lesung mit Helga Greier in der Kulturwerkstatt Sonthofen
Der Schalk sitzt ihr im Nacken

… "Liederlich" wurde die Dichterin unterstützt von dem jungen Pianisten Christian Kohler, der mit swingenden, jazzigen Rhythmen von Ragtime bis zur Salonmusik das Publikum ebenso gut zu unterhalten verstand wie die Poetin. … Christian Kohler greift nicht nur beherzt in die Tasten des Flügels, sondern greift auch die Stimmung des Gelesenen auf und formte mit seinem Können die ganze Lesung zu einer sehr unterhaltsamen Einheit, deren Kurzweiligkeit allen erst im viel zu rasch erreichten Schluss bewusst wurde.

Allgäuer Zeitung, 27. Februar 2004
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Konzert in der Pfarrkirche Kempten-Hegge
Geheimnisvoll leise
Meditative Mischung beim Konzert in der Fastenzeit

… Rezitationen wechselten mit freien Improvisationen von Christian Kohler an der Orgel, der meist geheimnisvoll leise begann. Stetig steigerte der Musiker die Spannung, die sich in den vorgetragenen Dichtungen … langsam aufgebaut hatten. Es waren Bilder von stillen Landschaften, einsamen Abenden und innerlich tief empfundenen Gedanken über des Lebens Sinn. … Die Auswahl … war stimmig und das Zusammenspiel zwischen Orgel, Gesang und Sprache fand intensive Zustimmung unter den Besuchern des Konzertes in der Fastenzeit.

Allgäuer Zeitung, 25. Februar 2004
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Konzert in der Pfarrkirche Kempten-Hegge
Schmunzeln über Unerhörtes

Hegge (wh) Unerhört: Barock und Boogie - und das in der Fastenzeit! Trotzdem kamen zahlreiche Zuhörer in die Kirche nach Hegge. Weshalb soll die Musik, die von zahlreichen Menschen geschätzt wird, draußen vor der Kirche bleiben? Liebt Gott nur Bach? Ist nicht ein Teil dieser Musik in den baptistischen Kirchen der Afroamerikaner entstanden? Es war nicht zu glauben, wie jeder, als das Lied "Gib uns Frieden jeden Tag" als Boogie gespielt wurde, spürte, wie viel Hoffnung darin enthalten ist.

Geschickt registrierte Organist Christian Kohler die Werke, ließ Flöten trillern oder Saxophone erklingen. Da tauchten Bilder von Straßenmusikern und Cafés mit Hammondorgeln auf, Momente eines stillen Glücks. [...] Viele verließen schmunzelnd dieses heitere Orgelkonzert.

Allgäuer Zeitung, 22.März 2003
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Stummfilm "Faust" in St. Anton, Kempten
Mit der Orgel den Spielraum des Stummfilms ausgelotet

… Wie in jener Ära üblich, wurde die Vorführung durch Musik untermalt, jedoch nicht durch das früher gebräuchliche Klavier oder ein Orchester, sondern durch das dem Kirchenraum eigene Instrument, die Orgel - eine Seltenheit in der Allgäuer Kulturlandschaft. … Christian Kohler verstand es meisterhaft, den beträchtlichen musikalischen Spielraum des Films auszuloten. Mit sekundengenauer Bestimmung den szenischen Wechseln folgend, fing der von der ersten bis zur letzten Minute die jeweiligen Stimmungen des Films ein und übertrug diese mit suggestiver Kraft auf die Zuhörer: Die grüblerische Seele Faust, die Heimtücke und Verschlagenheit Mephistos, die Unschuld des Gretchen - die durchzogen als immer wiederkehrende Leitmotive die Musik. ... Selbst nach eindreiviertel Stunden ermüdete Kohlers immenser Einfallsreichtum nicht. … Minutenlange Stille und schließlich begeisterter Applaus zeigten die tiefe Ergriffenheit des Publikums.

Allgäuer Zeitung, 26. Mai 2001
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Stummfilm "Der Müde Tod" in St. Anton, Kempten
Gelungene Symbiose zwischen Film und Musik

Ein Novum und zugleich ein Wagnis in der Kemptener Kulturlandschaft, zu dem man alle Verantwortlichen und Ausführenden nur beglückwünschen kann. … Herausragend an diesem Abend die Leistung des jungen Organisten Christian Kohler aus Schrattenbach. ... Die Symbiose zwischen Film und Musik durfte als gelungen angesehen werden. … Kohlers Improvisationskunst basiert auf einem breiten Maß an Einfallsreichtum, wobei Motive aus der Musikliteratur durchaus miteinbezogen wurden, ebenso wie seine beachtliche Technik, die in den Toccaten durchschimmerte. ...

Allgäuer Zeitung, 29. Februar 1999